Europäischer Schülerkalender ohne christliche Feiertage inakzeptabel
Die Europäische Kommission bringt jedes Jahr einen Schülerkalender heraus. Neben hilfreichen Informationen für Kinder, wie z.B. Aufklärung über Handy-Kostenfallen und Gefahren des Internets, sind dort auch einige jüdische, muslimische und hinduistische Feiertage in Fußnoten erklärt. Christliche Feiertage, wie z.B. Weihnachten und Ostern, fehlen dagegen komplett. Herbert Reul, CDU-Europaabgeordneter für das Bergische Land, stellt dazu fest: „Das ist wirklich ein großer Fehler, den sich die Kommission da geleistet hat. Ich freue mich über die Offenheit der Kommission in Bezug auf unterschiedliche Religionen. Aber die christlichen Feiertage gehören ohne Wenn und Aber zum europäischen Erbe und stellen einen wichtigen Teil unserer Kultur dar. Sie dürfen doch nicht einfach außen vor gelassen werden. Mir ist unverständlich, wie das bisher nicht auffallen konnte.“ Die Kommission habe sich bereits schriftlich bei den Europaabgeordneten für dieses Missgeschick entschuldigt und sofortige Maßnahmen versprochen. Die christlichen Feiertage seien bisher nicht extra aufgelistet worden, da sie laut Meinung der Kommission in Europa allgemein bekannt seien. Der zuständige Kommissar, John Dalli, habe bereits veranlasst, dass im Schülerkalender 2011/2012, der in den kommenden Wochen in den Druck geht, alle christlichen Feiertage aufgelistet werden. Die derzeitige Version des Kalenders ist allerdings bereits im Frühjahr letzten Jahres verteilt worden und wird seit September von den Schülern genutzt. Deshalb ist eine Rücknahme leider nicht möglich. Herr Dalli hat aber zugesichert, dass eine zusätzliche Seite mit allen gesetzlichen Feiertagen in Europa, eingeschlossen die religiösen Feiertage, an die Schulen verschickt wird, die den Kalender erhalten haben. Insgesamt wurden 3,25 Millionen Exemplare EU-weit verteilt, 500 000 davon in Deutschland. Die Kommission hat dafür fünf Millionen Euro ausgegeben.
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